Pseudomostaccioli oder Pseudomostaccioli
Pseudomostaccioli oder Pseudomostaccioli ein Synonym für die deutschen Lebkuchen.
Das Wort wurde von neapolitanischen Gastarbeitern, die ende der Fünfzigern in Süddeutschland tätig waren. Angeblich konnten diese Neapolitaner, das Wort "Lebkuchen" nicht richtig aussprechen und entschlossen sich sie "Pseudolebkuchen" zu nennen, weil sie Ähnlichkeiten zu den neapolitanischen Mustaccioli hatten.
Die Bezeichnung "Pseudomustaccioli" ist überhaupt nicht abwertend zu verstehen, sondern nur als Abkürzung von "nicht wirkliche Mustaccioli".
Die Neapolitaner wollten damit eine implizite Verbindung mit ihrer Heimat erstellen. Süß oder?
Das entspricht der Bedeutung #1 im Duden
Fun Fact (aus Wikipedia):
Erste schriftliche Zeugnisse von kleinen gewürzten Honigkuchen entstanden um 350 v. Chr., doch bereits die alten Ägypter haben honiggesüßte Kuchen gekannt, wie man aus Grabbeigaben weiß. Die Römer kannten den panis mellitus: Honig wurde auf einen Kuchen gestrichen, dann mit dem Kuchen mitgebacken. Anders als heute wurde der Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit verzehrt, sondern auch zu Ostern oder anderen Zeiten. Die Lebkuchen waren ein Bestandteil der Fastenküche und wurden z. B. zu starkem Bier serviert.
Der Lebkuchen in der heute noch bekannten Form wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden, dann von den Aachenern übernommen und abgewandelt (siehe Aachener Printen) und schließlich von den fränkischen Klöstern übernommen und nochmals leicht abgewandelt.
Die Nonnen stellten das Gebäck als Nachtisch her. Als „Pfefferkuchen“ wird es bereits 1296 in Ulm erwähnt. Im 14. Jahrhundert ist der Lebkuchen in und um Nürnberg bekannt, wo er in Männerklöstern gebacken wurde. Der Nürnberger Lebkuchen hat seinen Ursprung im nahen Kloster in Heilsbronn. Lebkuchen war wegen seiner langen Haltbarkeit beliebt, denn er konnte gelagert werden und wurde in schlechten Zeiten von den Mönchen verteilt.
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